Das Schweizer Fernsehen ist an bestimmte Auflagen gebunden und wird teilweise gebührenfinanziert. Da halten wir es für eine Selbstverständlichkeit, dass das (zahlende) Publikum nicht einfach eine passive Rolle übernimmt und sich nicht nur berieseln oder wo möglich zum Opfer machen lässt. Das Publikum soll sich aktiv engagieren, das Wort ergreifen, sich wehren. Das ist ja bei einem Mediengefäss, das die kritische Konsumentenoptik pflegt, geradezu zwingend.
Der vorliegende Medien-Watchblog übernimmt ein Stück weit diese Funktion, indem es kritisch begleitet und eine eigene Meinung aus Publikumssicht kundtut. Damit wird auch Medienkompetenz angestrebt, denn diese besteht zu einem schönen Teil darin, dass man beim Medienkonsum eigenständig wahrnimmt und interpretiert. Viel wichtiger als Insider- und Fachwissen ist ein intaktes Sensorium mit viel Aufmerksamkeit und genug Distanz.
Aus privater Initiative heraus kann dies natürlich nicht immer optimal geschehen. Aber im Ansatz wenigstens sei dieser Versuch gewagt. Wer uns unterstützen will, möge bitte mit uns Kontakt aufnehmen (s. Impressum). Wer uns kritisieren will, schreibe das bitte ins Gästebuch.
Dieses Gästebuch liegt übrigens für alle offen und lesbar da. Wie schön wäre es, wenn das Schweizer Fernsehen einmal oder – besser – regelmässig darüber berichten würde, welche eigenen Fehler es erkennt, warum es wo gescheitert ist, wo es Pannen gab und wo der Erfolg offensichtlich auf der Hand lag.
Wir im Publikum hören leider nicht viel von dieser Sendekritik, die es bei den Printmedien in Form der Blattkritik natürlich auch gibt. Dabei: Ein O-Ton aus einer solchen Sitzung könnte doch das Medium unerhört menschlich und vor allem nachvollziehbar machen. Und brächte einen tüchtigen Schuss Pfeffer in die Informationssparte des Schweizer Fernsehens! Weshalb nehmt ihr diese Chance nicht wahr?
An welchen Idealen messen wir nun die Beiträge des “Kassensturz”? Wir halten hier einige wichtige Kriterien fest – im Sinne einer Vision:
Anstand
Ausreden lassen
statt Hickhack.
Austausch
Interaktion
statt Monolog.
Breite
Breite Themenvielfalt
statt ewig gleiche Kerben.
Engagement
Anreiz zum Mitdenken beim Gebührenfernsehen
statt zur passiven Belustigung.
Fairness
Auseinandersetzung auf Augenhöhe
statt An-die-Wand-Drücken im Studio.
Fakten
Faktentreue statt
Vorurteile.
Farbe
Differnezierte Farbenwelt
statt Schwarz-Weiss.
Glaubwürdigkeit
Argumentieren und belegen
statt nur behaupten.
Gratis
Unentgeltliche Vollinformation
statt Verkauf via KTipp.
Kontroverse
Kontrovers
statt anwaltschaftlich.
Kreativität
Ideen
statt 0815-Beiträge
Lösungen
Lösungssuche
statt Streitsucht.
Medienkompetenz
Aufforderung zur Mediendistanz
statt zur Fernsehsucht und -Hörigkeit.
Meinungsbildung
Animation
statt Belehrung.
Neuzeit
Moderne Aufgeschlossenheit
statt düstere Inquisition.
Nutzeffekt
Nutzen stiften
statt Scherbenhaufen.
Professionalität
Professionell
statt nur effekthaschend.
Qualitätsanspruch
Qualität
statt Quote.
Redefreiheit
Freie Plattform
statt Treibjagd.
Relevanz
Bedeutungsvolles
statt Spässe am Rand.
Sprache
Klare Sprache
statt Geschwätz.
Titel
„Konsumkritik“ als Programm
statt „Kassensturz“ als Worthülse.
Transparenz
Transparent
statt Mauschelei.
Unabhängigkeit
Sachlichkeit
statt Indoktrinierung.
Verantwortung
Verantwortungsbewusst
statt wildes Dreinhauen.







