Kassensturz, Kassensturzblog, Ronald Roggen

K A S S E N S T U R Z B L O G

Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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Glossar

Behauptungsjournalismus: Behauptungen sind das billigste Mittel des billigen Journalisten.

Bloggen: von mhd. plagen (könnte ja sein), Tätigkeit eines geplagten Medienkonsumenten, der Gleiches mit Gleichem vergilt.

DAK: der dümmste anzunehmende Konsument, nach dem sich der “Kassensturz” richtet, zitiert nach Klartext aktuell

Idée suisse: Idee der SRG.

Kappen: besondere Form der Gesprächsmoderation, bei welcher der Moderator die Meinung des Gegenübers nur ungern hört.

Kappquote: Die Kappquote gibt die Häufigkeit an, mit der ein Moderator einem oder mehreren Befragten zu verstehen gibt, dass seine eigenen Sätze wichtiger sind. Nicht zu verwechseln mit der Walfangquote, aber oft gleich wuchtig.

Recht auf Gegendarstellung: Bastelwerk der eidgenössischen Räte am Schweizerischen Zivilgesetzbuch, konkret Art. 28g, der wie ein Blinddarm da ist, obwohl er zu gar nichts taugt. Ähnlich wie der Blinddarm wird Art. 28g ZGB gelegentlich in Vorlesungen behandelt.

Kassensturz: Feststellen eines erzielten Erfolges. Sturz heisst es, weil früher der Inhalt der Kasse auf den Tisch gestürzt wurde, damit er besser gezählt werden konnte.

Quote: gottähnliches Kultobjekt, das von Menschen in elektronischen Medien in der Regel triebhaft und unter erheblichem Gruppendruck verehrt wird.

Stöhlkern: Klappe aufreissen. Benannt nach Klaus Stöhlker. www.stoehlker.ch

Vorurteile: Den Vorurteilen ist gemeinsam, dass ihnen die Belege fehlen. An Stelle der Belege treten Behauptungen ins Blaue hinaus. Vorurteile pflegt man, indem man auf Rückfragen verzichtet.

Zappen: Höchststrafe für ein Medium, das sich von seinen Konsumenten entfernt hat, ohne diese zu fragen. Vom engl. zap = abknallen, jemandem ein Ding verpassen, fig. auch fertigmachen, auch wenn der Sender die Ausstrahlung noch nicht für fertig hält.

Begriffe gelten sinngemäss auch in der weiblichen Form.