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Poker: ein Spiel mit politischen Ambitionen

Februar 23rd, 2012 · Kommentare

Man hat von Machtpoker gesprochen und meinte Russlands Unterstützung des Assadregimes in Syrien. Oder es war die Rede von einem Machtpoker um Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des deutschen Bundespräsidenten. Oder es ging um Brüssel und gemeint war das Ringen und Kräftemässen bei der Rettung Griechenlands. Oder man bezog sich auf die Schuldenkrise in den USA, die zum Machtpoker geriet.

Immer wurde also gepokert. Es ging um Unsicherheiten bezüglich der Wirkung des eigenen Handelns. Man kennt seine eigenen Karten und sagt etwas an, ohne die Kräfte des Gegenübers genau abschätzen zu können. Man markiert etwas, ohne etwas zu haben. Oder man mutmasst über das Verhalten des Gegenübers und fällt dann seine Entscheide. Beim Poker sind Risiken immer mit dabei. Im Wissen darüber, dass das Gegenüber meine Kräfte nicht vollends überblicken kann, setzt man einiges aufs Spiel.

Wer sich in dieses faszinierende Spiel vertiefen und Poker Spiele verstehen möchte, kann dies im Internet tun. “Wir sind Poker”, heisst es da. Wie läuft das? Und kann man auch kostenlos Poker spielen? Wer spielt mit, nach welchen Regeln, wie stelle ich es schlau an, um dabei gut wegzukommen?

Hinter den politischen Anwendungen des Poker-Begriffes steht also letztlich das Spiel dieses Namens. Genauer genommen steht eine Spielgruppe dahinter. Denn Poker bezeichnet eine ganze Familie von Kartenspielen, die in der Regel mit Pokerkarten des angloamerikanischen Blattes mit 52 Karten gespielt werden. Fünf Karten bilden das Pokerblatt in der Hand. Dabei setzen die Spieler ohne Wissen um das (genaue) Blatt des Gegners einen unterschiedlich hohen und mehr oder weniger wertvollen Einsatz, sei es Geld oder Chips. Wichtig: Durch Bluffen kann man auch mit schwachen Karten gewinnen. Immer handelt es sich um Spiele mit unvollständiger Information, da nie alle Karten draussen sind.

 

Tags: Spiele

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