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Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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“Kassensturz” löst sich vom “K-Tipp”

Juni 29th, 2010 · Kommentare

Der Zusammenarbeitsvertrag zwischen “Kassensturz” und dem Konsumentenmagazin “K-Tipp” wird aufgelöst. Der “Kassensturz” hatte in den letzten Jahren jeweils zwei Seiten des “K-Tipp” mit Hinweisen auf die Fernsehsendung belegt, umgekehrt hat der “Kassensturz” recht aktiv für das 1991 gegründete Printmittel geworben. Der Grund der Loslösung liegt im Online-Angebot des “Kassensturz”, das mit zunehmender Internetnutzung an Bedeutung gewinnt.

Die Loslösung ist plausibel und nachvollziehbar. Damit macht das Fernsehen jedoch nur einen halben Schritt. Ganz wäre er getan, wenn das Internet voll genutzt würde. Aber da haben die klassischen Medien wie TV, Radio und Presse noch etliche Verständnisprobleme. Web müsste doch echten Dialog ermöglichen (auch mit der “Kassensturz”-Redaktion), und nicht nur Chatgebabbel. Und Web heisst heute richtige Vernetzung, auch hier ist der “Kassensturz” noch längst nicht auf dem neusten Stand – und ist beileibe nicht allein. Das Gebührenfernsehen hat noch immer nicht gemerkt, was freier Markt in der Kommunikation bedeutet. Auch hat der “Kassensturz” die üble Gewohnheit, Dinge zu thematisieren, die in einem (teuren) Informationsmagazin des Fernsehens keinen Sinn machen. Es fehlt an einem tauglichen Konzept, es fehlt dem “Kassensturz” auch an Innovationen, sonst hätte er sein Format längst geändert: Fundierte Berichte neben einem Newsteil, der wie ein Tickerdienst aktuelle Hinweise (etwa auf Geschäfte der eidgenössischen Räte) gibt. Wer berichtet worüber und in welcher Tiefe, wer kommentiert wo? Das ist beim “Kassensturz” längst nicht klar. Vermutlich wissen die “Kassensturz”-Leute nicht einmal, was Monitoring ist und wie man sich im modernen vernetzten Dialog bewegt.

Tags: "Kassensturz" generell

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