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Kassensturz vom 1.6.2010 zur “Abzocker-Initiative”

Juni 2nd, 2010 · Kommentare

Pro oder kontra “Abzocker-Initiative”? Dazu setzte der “Kassensturz” eine gute Kontroverse in Gang. Die Sache der Initiative vertrat Unternehmer Thomas Minder, während Daniel Lampart als Chefökonom des Gewerkschaftsbundes die Initiative ablehnte. Den Einstieg machte eine Aufzählung heute gängiger Spitzengehälter, sie bewegten sich auf 10 Mio, 14 Mio, 15 Mio und im Falle des Novartis-Chefs sogar auf 40 Mio CHF. Die Idee der Initiative: den Aktionär gegenüber dem Verwaltungsrat und der Geschäftsleitung börsenkotierter Unternehmer stärken. Die Aktionäre sollen den Plafonds bestimmen können, natürlich nicht einzelne Boni oder Gehälter.

Dem hielt Lampart mit einigem Recht entgegen, dass das Topmanagement sehr einfach in eine eigene Firma verlagert werden könne, so dass die Bestimmungen der Initiative ins Leere schiessen würden. Lampart zieht eine Bankensteuer oder eine Bonisteuer vor. Die Aktionäre kämen zu gut weg, sagte er, im Grunde genommen gehöre das Geld allen, also auch allen Mitarbeitenden. Ein interessanter Beitrag, der im kontroversen Teil nur wenig Moderation verlangte, weil sich die beiden Kontrahenten das Duell auch so lieferten. Lebhaft, und auch erhellend, muss man sagen.

Nicht erwähnt blieb die Frage, wer eigentlich als Aktionär bei den Entscheiden welche Rolle spielt. Aktien besitzen ja nicht nur einzelne Kleinaktionäre, sondern auch Inhaber ganzer Aktienpakete, darunter Firmen oder institutionelle Anleger. Meistens sind auch die Topmanager mit Aktienpaketen ausgestattet, zu denen natürlich ein entsprechendes Stimmrecht gehört.

Tags: "Kassensturz"-Beiträge

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