Ein innovativer Ansatz – Kompliment! Für einmal hat der “Kassensturz” eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, um daraus Informationen für die Zuschauerinnen und Zuschauer zu generieren. Gute Idee – und aktuell obendrein! Beauftragt wurde das Linki-Institut, es sollte in der Schweiz eine Umfrage zur Steuermoral tätigen, was interessante Ergebnisse zutage förderte.
65 Prozent aller Befragten finden Steuerschummeleien “gar nicht in Ordnung”. “Eher nicht in Ordnung” ist solches Tun in den Augen von fast 20 Prozent, während 12 Prozent finden Schummeleien “in Ordnung” oder “eher in Ordnung”. Frauen sind strenger, weil sie offenbar Risiken fürchten, deshalb finden sich hier nur 7 Prozent Schummler, während es bei den Männern 15 Prozent sind. Die Deutschschweizer sind erwartungsgemäss dem Schummeln weniger zugeneigt, nur 8 Prozent drücken hier ein Auge zu, während es bei den Tessinern doch 11 Prozent und bei den Westschweizern sogar 24 Prozent sind.
30 Prozent aller Befragten hat Mühe mit dem Steuerzahlen, wenn sie daran denken, dass Banken nach ihrer Sanierung den Managern hohe Boni auszahlen. Interessante Bemerkung von Professor Gebhard Kirchgässner (Universität St. Gallen): Das Boni-Verhalten dieser Banken untergrabe das Vertrauen der Bevölkerung in die marktwirtschaftliche Ordnung, und das könnte zu gesellschaftlichen Problemen führen.






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