Schweizer werden immer dicker. Ein wichtiger Grund: Viele essen ungesund. Das Bundesamt für Gesundheit will nun ein neues Label einführen, das den Konsumenten zeigt, welche Lebensmittel gesund sind. Noch ein Label? «Kassensturz» sagt, wie das Label funktioniert und ob es auch Sinn macht.
Dieser Beitrag war in löblicherweise informativ, auch gut illustriert. Es geht um das Choice-Label, das in der Schweiz nach holländischem Muster eingeführt werden soll. In Holland, wo das Label freiwillig geführt wird, stiess der “Kassensturz” aber auf ein widersprüchliches Bild, weil beispielsweise auch Süsswaren das Label erhalten können, auch Mayonnaise. Bei Früchten und Gemüsen sei das Label aber kaum anzutreffen, hiess es. Auch die Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz kritisiert, dass ein süsser Snack unter Umständen das Label erhalte, während es beim Vollkornsandwich fehle. Normale Schweizer Vollmilch ohne dieses Label, weil zu viel tierisches Fett drin ist - welchen Sinn macht dann dieses Label?
Interessant war zwar der Hinweis auf das britische Ampelsystem, bei dem Zucker, Fett und Salz je nach Menge rot, orange oder grün angezeigt werden. Aber offenbar werden diese Angaben von Konsumentenseite gar nicht als hilfreich angesehen. Die Schweizerische Stiftung für Konsumentenschutz stellt es trotzdem positiv hin. Wie soll jetzt der Schweizer Konsument klar werden, wenn schon die Fachleute verwirrt sind.






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