
Schweizer sind stolz auf ihre Schoggi. Doch Hunderttausende von Kindern schuften in Westafrika auf den Kakao-Plantagen. Sogar verschleppte Kinder, sogenannte Kindersklaven, traf «Kassensturz» an. Schweizer Schokoladenhersteller kennen die unhaltbaren Zustände, doch sie tun zu wenig dagegen.
Im Beitrag war von Kakaoplantagen in Westafrika die Rede. Vor allem in der Elfenbeinküste ist Kinderarbeit verbreitet, der Beitrag erwähnt denn auch Verhaftungen von Schleppern durch die dortige Polizei.
Ausdrücklich erwähnt wurden grosse Unternehmen, die als Abnehmer natürlich die Mitverantwortung tragen: Ferrero, Kraft, Mars, Nestlé, auch Aldi, Maestrani, Frey. Viele Schokoladehersteller beziehen den Kakao vom grössten Kakaokonzern der Welt, von Barry Callebaut, wo man das Problem der Kinderarbeit kennt, aber auch die damit verbundenen Tücken. Niemand kann garantieren, dass in den Plantagen ohne Kinderarbeit Kakao gewonnen und verarbeitet wird. Mit einem Jahresumsatz von rund CHF 4.9 Mrd. im Geschäftsjahr 2008/09 ist die in Zürich ansässige Barry Callebaut nach eigenen Angaben auf der Website der weltweit grösste Hersteller von hochwertigen Kakao- und Schokoladenprodukten.
Grundsätzlich auf den Bezug aus der Elfenbeinküste verzichten Lindt, Camille Bloch, Sprünglich und auch Halba (Coop). Das ist die radikale Lösung. Die Schokoladefabrikanten können aber auch von Kakaobauern in der Elfenbeinküste beziehen, die faire Bedingungen aufweisen. Diese produzieren Fair-Trade-Kakao.
Aber auch so ist das Fazit des Kassensturz, wohl begründet, trostlos: “Kakao aus fairem Handel ist in der Schweiz ein kleiner Nischenmarkt. Knapp ein halbes Prodzent aller verkauften Schokolade ist ‘fair’ produziert.”
Fair Trade verdient sicher mehr Anerkennung im Konsumentenalltag. An Empfehlungen fehlt es nicht, schon ein flüchtiger Blick auf die Website Ignoranz zeigt die Aktualität auf.





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