Intensive Diskussionen im Nachgang zur Finanzmarktkrise: Verschärfte Eigenkapitalanforderungen hätten die Finanzkrise und auch die Dominowirkung von Insolvenzen nicht verhindern können, hat Bernd Rolfes in einem FAZ-Interview vom 12. September 2009 Markus Frühauf gegenüber erklärt. Die Verschärfung könne sich sogar kontraproduktiv auswirken: “Die erwarteten Eigenkapitalrenditen erfordern dann auch Gewinne, und die Banken werden dann noch stärker zu Geschäften mit höheren, aber als risikoarm dargestellten Risiken animiert”.
Professor Rolfes schlägt vor, ein Risikofonds-System zu installieren, bei dem die Banken die Prämien in einen separaten Fonds bezahlen. In einen Risikofonds für systemrelevante Banken wohlverstanden, denn bei diesem würde ja auch in Zukunft der Steuerzahler in die Tasche greifen müssen, wenn ein neues Debakel droht.
Dieser Lösungsansatz des Duisburger Finanzexperten lohnt ohne Zweifel eine genauere Prüfung, denn sie liegt von der unternehmerischen Motivation sicher besser als die erwähnte Verschärfung bei der Eigenkapitalseite.
Berechnet wird die Prämienhöhe nach Vorschlag Rolfes nach dem Gesamtrisiko der Bank. “Das zu ermitteln”, sagte er, “ist in der heutigen Zeit … kein so ganz weisses Feld mehr.” Der sogenannte Value-at-Risk werde ja sogar veröffentlicht. Wichtig sei natürlich, dass neutrale Institutionen die Risiken auch richtig bewerteten.
Dieser Vorschlag hätte zur Folge, dass jedesmal, wenn eine Bank zusätzliche risiken eingeht, prämienseitig höhere Kosten entstünden. Eine Bank, sagt Professor Rolfes, würde sich also dauernd fragen, ob sich solche Risiken lohnten.






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