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Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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Kassensturz vom 30.6.2009 über Software-Fallen

Juni 29th, 2009 · Kommentare

Über Google-Anzeigen oder direkte E-Mails wird bekannte Gratissoftware zum Download angeboten. Doch: Wer sich anmeldet, schliesst ungewollt ein kostenpflichtiges Abo ab. Tausende sind schon in die Falle getappt. «Kassensturz» sagt, wer dahinter steckt und was Nutzer wissen müssen. Aber er sagt es ausgesprochen dürftig.

Im Visier des Beitrages war Opendownload, dessen Software in den meisten Fällen anderswo gratis bezogen werden kann. Kritisch wird es eben, wenn die Software nicht beim Originalanbieter bezogen wird, sondern bei Opendownload, dann auch versehen mit der Aufforderung, seine Personalien einzugeben – genau hier steckt die Falle. Fällt man hier rein, folgt eine Rechnung über € 96, ausgestellt von der Content Services Ltd in Mannheim, wo es allerdings laut “Kassensturz” nur einen verwaisten Briefkasten gibt.

Auf der nächsten Stufe wird Rechtsanwalt Olaf Tank aktiv, mit Adresse in Osnabrück und einer Internetseite, auf der sich Hübsches zum Prozesswesen um das Internet nachlesen lässt. Dann werden aus den € 96 mit Mahnkosten, Geschäftsgebühr und Auslagenpauschale bald einmal € 138. Höchste Zeit für den arglos Betroffenen, ein “täuschendes Angebot” geltend zu machen. Täuschend ist ja schon die Überschrift der Website: Opendownload! Ein Musterbrief dazu findet sich auf der Website des “Kassensturz”. Tank, laut Youtube-Filmen kein Unbekannter, betreibt in Osnabrück die “Kanzlei für Forderungseinzug”.

Auch deutsche Konsumenten-TV-Magazine gehen auf diese Problematik immer wieder ein. Hier wäre natürlich ein umfassender Bericht, der auch andere Fälle mit anderen Anbietern einbezogen hätte, attraktiver gewesen. Dafür fehlt es dem “Kassensturz” aber eindeutig an Tiefe. Dabei bieten sich das Internet mit seinen Foren und die vielen Internet-Zeitschriften als Recherchierfeld geradezu an.

Weil das im “Kassensturz” fehlte, liefern wir das hier nach. Und verweisen auf die höchst interessanten Abzocknews, die mehr als nur Opendownload beschreiben. Unter dem Titel “Kampagnen und Netze der Download-Abzocker” findet man das Gewünschte. So wird auch auf die Belleros Premium Media Ltd verwiesen, mit ihrer Website 99Downloads und der obligaten Anwaltskanzlei, in diesem Fall jener von Sven Schulze in Hamburg, erreichbar über die Website Schulze-Inkasso.

Tags: "Kassensturz"-Beiträge

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