
Jetzt man man den Begriff Datenbank wirklich beim Wort nehmen: Die Schweizer Bank DSwiss hat den Dienst DataInherit eröffnet, der vertrauliche Daten sichert und gesichert vererbt. Er wurde am 23. Juni 2009 den Medien vorgestellt. Nie mehr Daten verlieren – dies steht im Vordergrund.
Welche Objekte gehören in diesen Safe? Sinnvoll kann DataInherit sein für Passwörter und Zugangscodes, Finanzdaten, Gesundheitsdaten, Verträge, Versicherungen, persönliche Arbeiten, Erinnerungsdokumente. Wo geistiges Eigentum oder Geschäftsgeheimnisse vor fremden Augen geschützt werden sollen, liegt das Angebot DataInherit absolut richtig.
Wie funktioniert dieser Safe? Weil ein breites Publikum anvisiert wird, sind das Einrichten und der Umgang mit DataInherit durchwegs einfach angelegt. Ein Probekonto erlaubt es, den Dienst ausgiebig zu testen. Besonders erfreulich: Ausser FAQ und Anleitung gibt es noch eine Kurzanimation, die überzeugend darstellt, wie einfach das Ganze ist.

Nach dem Eröffnen eines Accounts orientiert man sich einmal auf der Oberfläche und legt dann die ersten Dokumente und Passwörter ab. Dann werden Begünstigte definiert und diesen die entsprechenden Unterlagen zugewiesen. Die Vertrauenspersonen erhalten den ausgedruckten Aktivierungscode, die Datenvererbung muss natürlich auch noch eingeschaltet werden. Datenvererbung spielt eine nicht zu unterschätzende Rolle, sie führte auch zum Begriff DataInherit [engl. inheritance = Vererbung, Nachlass]. Im Blog mkswork wird die Datenvererbung sogar als “Herzstück” von Datainherit bezeichnet.
Die Vorteile liegen auf der Hand. Die Daten sind sicher aufgehoben und sie werden zum Beispiel im Todesfall wie vorher definiert weitergegeben werden. Das gilt auch für wertvolle Arbeiten, für geistiges Eigentum. Ein Vergleich mit Alternativen (normales Backup, Online-Backup, Angebote von Mitbewerbern) zeigt auf, wo DataInherit besonders stark ist: beim sicheren Login mit Benutzernamen, Passwort und SMS etwa, aber auch bei Zugriff, beim Schutz vor Brandfällen und erst recht bei der Datenvererbung.
Im Blog grabauf-grabab wird unter anderem der weltweite Zugriff auf die Daten hervorgehoben. Pascals Blog weist auf das Vorschlagstool hin. Das Blog markus-arlt zur Oberfläche: “aufgeräumt und gut durchdacht”.
Zum SMS-Einbezug: Der Nutzer kann unter “Einstellungen/Sicherheit” eine Zwei-Faktor-Authentisierung einrichten. Ausser Benutzernamen/Passwort gibt es hier ein weiteres Element: ein SMS auf das Mobiltelefon des Nutzers.
Damit hat DataInherit ein Problem sehr gut gelöst: Im Schrank sind zwar die alten Briefe sehr gut aufbewahrt, ich habe mit dem Schlüssel die Schranktüre geschlossen. Aber wo lege ich den Schlüssel hin? Die doppelte Authentisierung erledigt das.
Dabei ist Schweizer Qualität im Spiel. DataInherit wurde von Schweizer Ingenieuren und Forschern entwickelt und erfüllt höchste Sicherheitsstandard, wird versichert. Dieser reiche über jenen des üblichen Internetbankings hinaus. Aufbewahrt werden die Daten in bankenkonformen Rechenzentren und – in Alpenbunkern. Diese Datenspeicherung in der Schweiz ist einer der Pluspunkte von DataInherit.
Trägerin ist DSwiss. Diese Firma wurde 2006 als Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Zürich gegründet. Geleitet wird das Unternehmen durch Lukas von Känel, Andreas Jacob und Tobias Christen. Alle Mitarbeitenden sind auch Aktionäre. Mit von der Partie sind als Partner unter anderem die Schweizer Post und Zühlke Engineering.
Allzu teuer erscheint einem dieser Schutz nicht. Das Probekonto kann man kostenlos einrichten. Jährlich kostet der Dienst “Passwort” CHF 51, der “Silber Safe” ist für CHF 105 und der “Golden Safe” für CHF 210 zu haben.
DataInherit ist ohne Zweifel eine einwandfreie Lösung, transparent im Angebot und unkompliziert in der laufenden Handhabung. Und das alles in einem wichtigen Bereich. Wie beschreibt es doch Pharmama: “Information ist die Währung des 21. Jahrhunderts.” Da hat Schutz Vorrang.






1 Kommentar ↓
1 Time 4 talks » Blog Archiv » DataInherit: geistiges Eigentum im Safe // Jun 29, 2009 at 09:30
[...] Movie. Noch leichter: Man holt sich einen Gratis-Account und testet das Ganze erst einmal durch. Im Kassensturzblog ist das Angebot des Datensafes ausführlich beschrieben, die Handhabung ist vergleichsweise [...]
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