1993 hatten Markus und Daniel Freitag ihr Unternehmen gestartet, inzwischen ist aus dem Modegag ein solider Trendsetter geworden, den kaum etwas aus der Bahn werfen wird, auch die wirtschaftliche Flaute nicht.
Die Produkte aus rezyklierten Planen sind weiterhin beliebt und holen mit immer neuem Schnitt und Design neue Leute in die “Freitag”-Fancommunity. Aus dem bescheidenen Anfangssortiment – bestehend aus zwei Velokuriertaschen und einem Portemonnaie – ist ein breites Angebot von rund 200 000 Artikeln geworden. Ein ganz und gar nicht ökologisches Material, alte LWK-Planen, wird rezykliert – deshalb das überzeugende Etikett von Nachhaltigkeit. Wer mehr erfahren will, geht auf die Website von Freitag.
Nach Zürich, Davos, Hamburg und Köln folgt nun ein weiterer eigener Shop mitten in Berlin. Insgesamt werden die Freitag-Produkte über 350 Shops vertrieben. Die Belegschaft zählt 60 Beschäftigte, die Freitags selber prägen noch immer das Design und bestimmen die Produktion. Produziert wird im Wesentlichen auf dem Gelände der ehemaligen Maag Zahnräder AG, nur das Zusammennähen erfolgt auswärts, in Frankreich, Portugal, Tunesien – seit 1996 auch in einer Behindertenwerkstatt. Bei jeder Tasche kommt ein Foto mit in die Verpackung. 200 Tonnen Planen werden so verarbeitet, dazu 75 000 Fahrradschläuche und 25 000 Autogurte.
Ein überaus sympathisches Unternehmen, das viel Jugendlichkeit ausstrahlt, aber längst auch “reifere” Leute für sich gewonnen hat. Irgendwie auch ein guter Schweizer Botschafter etwa in Hamburg, Köln und Berlin. Mehr über das Hamburger Geschäft im Blog Hummeltour.






2 Kommentare ↓
1 Gesehen am Klosterwall: “Freitag”-Taschen // Mai 2, 2009 at 18:41
[...] Die Website von Freitag erzählt interessante Details. Einiges zur Geschichte des Unternehmens im Kassensturzblog. [...]
2 Schweizer Empfang und Abschied in Hamburg // Mai 2, 2009 at 18:49
[...] Dieses Fest findet vom 8. bis 10. Mai statt und die Schweiz ist Gastland. Unternehmen wie Freitag sind natürlich [...]
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