PR – welch schillernder Begriff! Public Relations, vor gut hundert Jahren in den USA als eigene Disziplin aufgekommen, ist heute fast omnipräsent – in der Politik, im Wirtschaftsleben, im Sport, in der Kultur. Institutionelle Kommunikation lebt überall.
Bei vielen löst der Begriff PR reflexartig eine Klischeevorstellung aus: PR-Leute, das sind jene stromlinienförmigen Kommunikationsprofis, die trickreich ihre rosa Botschaft verbreiten, tagaus-tagein den Journalisten einseifen, den Leser um den Finger wickeln, den Hörer sirenenhaft umschwärmen und dem Zuschauer Sand in die Augen streuen. Diese sündhaft teuren Topleute, die so viel von Ethik reden, weil sie keine haben, sind Fallensteller von der raffinierten Sorte. Ihnen ist jedes Mittel recht.
Ihre Konzepte sind zwar vage, nichtssagend und wortreich, und ihre Umsetzung erfolgt mit grosser Bravour. Meistens nehmen sie sich dabei wichtiger als ihre Auftraggeber. Wenn nötig, stellen sie sich vor diesen, wenn irgendwo eine Kamera surrt. Sie sind die Helden. Und diese Manipulierer machen heimlich Politik – “Wag the Dog” zeigt am amerikanischen Beispiel, wie die PR-Taktik verfängt.
Ist das so?
Jetzt ist deine oder Ihre Meinung gefragt! Bitte Kommentarfunktion anklicken und reinschreiben, was das Zeug hält! Meinungen, Erfahrungen, Wünschen …
Anregendes findet sich auch im PR-Beitrag auf dem Blog Time4talks.







3 Kommentare ↓
1 Wäfler Andreas // Feb 3, 2009 at 18:26
Meine Meinung / Erfahrung mit PR:
Ich finde es extrem wichtig, was in den letzten Jahren bezüglich PR verbessert worden ist, vor allem aber in den Medien. Ein unprofessionelles Verhalten gegen aussen kann grosse fatale Folgen haben. Denke aber trotzdem, dass es mit dem Klischee des PR-Managers etwas auf sich hat, weil es oft auch missbraucht wird! Missbrauch gibt es überall und häufig wird er auch aufgedeckt!
Schlussendlich hat es auch mit Ehrgeiz und Menschenwürde zu tun, ob es noch “Okay” ist, etwas zu machen, oder ob es einem PR-Manager nur um Ruhm und Anerkennung geht!
2 q-si baumann // Mrz 12, 2009 at 20:09
Wahrscheinlich komme ich tagtäglich mit PR in Kontakt und dennoch nehme ich es persönlich nicht bewusst wahr. Dies ist ein schlechtes Zeugnis für mich – einer der gerne in der Kommunikationsbranche einsteigen will – aber ein gutes Zeugnis für die PR-People.
Wenn nur rosa Geschichten verbreitet werden, ohne Rot-Werden im Gesicht, und geseift wird, bis es schäumt, sirenenhaft die Hörer umschwärmt bis einem die Ohren läuten, bin ich der Meinung, dass PR keinen Erfolg haben können und auch kein Erfolg hätten. Ich sehe dies auf jeden Fall so. Oder bin ich vielleicht schon blind vom vielen Sand, der mir in die Augen gestreut wurde?
3 Time 4 talks » Blog Archiv » Feindliche Brüder – oder Siamesische Zwillinge // Nov 17, 2010 at 12:05
[...] Interessantes auch im Blogbericht “PR sind für alle da” mit Diskussion unter Markom-Absolventen. Und den Bericht “Gretchenfrage: Was hältst du von PR?” im Kassensturzblog. [...]
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