Schweizer Wirtschaft im Wandel: Die Globalisierung verändert Produktionsprozesse und verstärkt den Wettbewerb. Die Personenfreizügigkeit öffnet den Schweizer Arbeitsmarkt für Staatsangehörige der EU- und EFTA-Staaten. Und die Statistiken zeigen, dass die Erwerbsbevölkerung schrumpft und den Unternehmen eine Verknappung der Rekrutierungsbasis droht.
Um herauszufinden, wie sich die Schweizer Unternehmen für die Zukunft rüsten, hat ihnen der Verband der Personaldienstleister swissstaffing mit einer Befragung bei 1‘098 Firmen auf den Puls gefühlt. Durchgeführt wurde die Befragung vom Forschungsinstitut gfs-zürich. Weiterbildung, Gesundheitsförderung und Flexibilisierung sind die wichtigsten Stichworte dazu.
Die am häufigsten genannte HR-Antwort auf die Globalisierung ist die Qualifikation der Mitarbeitenden mittels Weiterbildungsförderung. 61% der Unternehmen geben an, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden zu investieren. Auch im Hinblick auf den demographischen Wandel und die Schrumpfung der Erwerbsbevölkerung möchten die meisten Schweizer Unternehmen mit Weiterbildungsförderung reagieren. Die am zweithäufigsten, von knapp der Hälfte (45%) der Unternehmen genannte Strategie zur Überwindung des Arbeitskräftemangels, ist die Förderung von Gesundheit und Work-Life-Balance (mehr über “Balance” im Blog time4talks).
Die Flexibilisierung der Arbeit ist eine kostensenkende Massnahme. Sie eignet sich darum als Antwort auf den globalisierungsbedingt gewachsenen Wettbewerb. Über die Hälfte (62%) der Schweizer Unternehmen setzt auf Arbeitsflexibilisierung: 23% der Unternehmen nutzen Temporärarbeit. Weitere 39% bevorzugen andere Formen flexibler Arbeit, meist Teilzeitarbeit oder flexible Arbeitszeitkalender.
Als Reaktion auf Globalisierung und demographische Alterung setzen die Schweizer Unternehmen eher auf Massnahmen, die auf den Erhalt der Arbeitsfähigkeit ihrer bestehenden Mitarbeitenden abzielen, eher als ausländische Arbeitskräfte oder bislang unterrepräsentierte Erwerbsgruppen (z. B. Frauen oder ältere Arbeitnehmende) rekrutieren zu wollen. – Das Positive an diesem Verhalten: Das innerbetriebliche Arbeitskräftepotential wird vollständig ausgeschöpft. Eine Verdrängung von Schweizer Arbeitskräften durch ausländisches Personal findet nicht statt. Der Wermutstropfen: Bislang entwickeln die Schweizer Unternehmen nur selten Strategien zur vollständigen Ausschöpfung des inländischen Personals. Insbesondere Frauen und ältere Arbeitnehmende bilden einen noch nicht ausgeschöpften Rekrutierungspool.
Der Bericht „Die Schweizer Unternehmen – zwischen Globalisierung, Personenfreizügigkeit und demographischem Wandel“ ist bei Swissstaffing abrufbar.






1 Kommentar ↓
1 Spendenmonitor zeigte 2008 nach oben. | K A S S E N S T U R Z B L O G // Apr 6, 2009 at 16:19
[...] zwischen Konjunktur und der Akzeptanz der Kernenergie, oder am 19. Januar 2009 über die Zukunftsfitness der Schweizer [...]
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