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Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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Kassensturz vom 28.10.2008: Sturm im Laborglas

Oktober 29th, 2008 · Kommentare

a>Dass grosse Labors mit Fliessbandarbeit an Blutanalysen leichtes Geld verdienen, und das zulasten der kollektiv zahlenden Versicherten der Krankenkassen, das ist ein sehr taugliches Thema für den “Kassensturz”. Als Verlierer erschienen nicht nur die Grosslabors (gegenüber der Handarbeit im Praxislabor), sondern auch die Schweizer (mit bis zu 478 Prozent höheren Preisen als in Deutschland) und im Grunde genommen die Verwaltung.

Genau genommen hätte der “Kassensturz” vor allem das Bundesamt für Gesundheit ins Visier nehmen sollen, denn hier wurde verschlampt, dass die Tarifliste 15 Jahre lang nicht angepasst wurde. Weshalb kamen in diesem Beitrag nur Statements des Vizechefs BAG? Weshalb gab es kein hartes, kritisches Interview?

Auf die nächsten Verlautbarungen des FAMHFAMH darf man gespannt sein. Der Verband diskutiert die Verordnungsrevision überaus aktiv. Pikant: Er gibt auf seiner Website preis, dass er den neusten Vorstoss von Nationalrat Edi Engelberger vorbereitet hat! In dieser Interpellation wehrt sich der bekannte und populäre Nidwaldner Volksvertreter für die Labors überaus wortreich. Und Engelberger ist immerhin Präsident des Schweizerischen Gewerbeverbandes.

Man darf sich also auf einen regelrechten Sturm im Laborglas freuen, wenn die Debatte richtig losgeht. Apropos Transparenz: Wer hat das Thema beim “Kassensturz” eingespeist? Weshalb vernimmt man das nicht. Konsumentinnen und Konsumenten lieben Transparenz!

Tags: "Kassensturz"-Beiträge

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