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Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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SBB gegen mobiles Pay-Klo

Oktober 3rd, 2008 · 3 Kommentare

Eine Münze pro EintrittIn SBB-Zügen wird es keine Pay-Klos geben. Die SBB haben einen entsprechenden Vorschlag abgelehnt, dies nach Konsultation der Rollmaterial-Verantwortlichen.

Der Vorschlag war am 19. August 2008 eingegeben worden mit der Begründung, dass die WC-Benützung mit einem Münzautomaten einfach sei und das Publikum seit McClean und anderen Anbietern gewohnt sei, für eine Toilettenbenützung etwas zu bezahlen. Mit der eingeworfenen Münze lasse sich eine Reinigungsperson finanzieren, der WC-Gebrauch gehe zurück und schliesslich würden auch die Raucher daran gehindert, in den WC-Räumen versteckt zu rauchen.

SBB-KloDie SBB gaben in ihrer Stellungnahme vom 22. September 2008 zu, dass die Idee interessant sei. Jedoch wäre die Realisierung bei 1000 Fahrgästen pro Zugskomposition – diese Angabe gilt für Spitzenzeiten – mit grossen Herausforderungen verbunden: “Mit der Gebühr von CHF 1.00 pro Toilettenbesuch würde von den Reisenden eine einwandfreie Sauberkeit erwartet, was nachvollziehbar sei. Der Vergleich mit McClean stimme aber nur bedingt. Die McClean-Toiletten würden nach jeder Benutzung einer Reinigung unterzogen. Wenn man bedenke, dass im Zug aber nur eine Person für die Sauberkeit verantwortlich wäre, so könnten wir schlicht nicht alle Toiletten betreiben.”

Die SBB führen aber noch weiter Gründe an, die zur Ablehnung führten: Die Gebühr würde “auf ein gewisses Unverständnis stossen, da unsere Kunden und Kundinnen ja bereits für ihren Fahrausweis einen Betrag entrichtet haben. Die Gratis-Benutzung der Toiletten ist für unsere Passagiere selbstverständlich und hier nun etwas zu verlangen – wäre schwierig.” Die SBB könnten deshalb dem Vorschlag leider nicht entsprechen.

Die WC-Diskussion dreht sich damit eine Runde weiter. Dass die SBB praktisch dauernd im Gespräch sind im Web, ist klar. Interessante Beispiele liefern die Schweizweit-Website des SBB-Zugbegleiters Andreas Hobi oder der auch nicht gerade geruchsfreie Blog von Melanie. Viele – wen erstaunt es – greifen auch das Toilettenproblem auf, so der Blog der Stadtschreiberin, der JacoBlök von Andi Jacomet, die Website von Die Bloggerin, Svens Blog, der Seelaus-Blog, Drölis Darkroom, die Ktipp-Website und die Schüga-Arena – letztere auf etwas spezielle Art.

Tags: Allgemein

3 Kommentare ↓

  • 1 pattex // Okt 3, 2008 at 19:49

    Angesichts der geschlossenen WC`s auf kleinen Bahnhöfen ist dieser Gedanke fast eine Frechheit. Mein einziges Argument auf unserem Bahnhof (mit geschlossenem WC, da desolat) ist wirklich, dass die Besucher im Besitze eines Billettes dort ihre Notdurft verrichten können. Die “Laufkundschaft” solle halt ins nahe Restaurant.

  • 2 PeetTheEngineer // Okt 5, 2008 at 10:05

    WC zum Bezahlen in den Zügen: so ein Schwachsinn! Genügt schon, wenn man in den Bahnhöfen bezahlen muss. Habt ihr an die soeben am Flughafen in Zürich eingestiegenen Gäste noch ohne Schweizergeld gedacht? Habt ihr mal euch überlegt, wo die Leute hinmachen, wenn sie aufs WC müssen, aber kein Münz dabei haben? Soeben hat sich doch jemand über die Toilettenraucher aufgeregt. Die machen das auch nur dort, weil sie an allen anderen Orten aus dem Zug verbannt worden sind. Bei der WC-Geschichte wäre das gleich. Anstatt ins teure WC würde bei den Türen oder in den Personenübergängen zwischen den Wagen hingepinkelt. Toll!

  • 3 Wochenrückblick 40/08 | schweizweit.net // Okt 5, 2008 at 20:11

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