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Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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Kassensturz vom 16.9.2008: Grüsel-Beizen an den Pranger?

September 16th, 2008 · 1 Kommentar

Wer von Lebensmittelkontrolleuren erwischt wird, bezahlt höchstens eine kleine Busse, bleibt aber anonym. Schon lange wollen Konsumenten wissen, wie die Grüsel-Beizen heissen. Erste Kantone wollen jetzt die Veröffentlichung erlauben. Doch Lebensmittelbetriebe wehren sich dagegen, berichtet “Kassensturz”.

Das Thema wird politisch aktuell, weil das BAG neue Vorschriften mit mehr Transparenz in Gang setzen will. Das kann bei der Revision des Lebensmittelgesetzes geschehen. Deshalb sind Informationen, so auch jene über den Smiley in Dänemark, der beim Restaurant über die Hygiene im Haus Klarheit verschafft, sehr sinnvoll.

Auch in der Schweiz hätte der Konsument keine Mühe damit, wenn Grüsel-Beizer an den Pranger gestellt würden. Aber es stellen sich Abgrenzungsfragen. Ist ein Restaurant schon kritisch, nur weil es nicht Buch geführt hat über seine Arbeit? Kann ein Restaurant einen zerstörten Ruf je wieder gutmachen? Hier fehlten differenzierende Aussagen.

Wenn Ueli Schmezer den Zenralpräsidenten von Gastrosuisse, Klaus Küenzli, in die Zange nimmt, darf und soll das ruhig etwas leidenschaftlich geschehen. Aber ob dieses Unterbrecher-Interview nach der rhetorischen Zerstückelung für den Konsumenten (und dieser steht ja im Vordergrund, hoffen wir, auch beim “Kassensturz”) noch verständlich ist, wagen wir zu bezweifeln. Ein Hörer nimmt Sätze, die aus 25 Wörtern bestehen, nicht auf. Er versteht aber auch Wortfetzen nicht.

Wer auf der Website von Gastrosuisse einen aktuellen Beitrag erwartet hätte, sieht sich enttäuscht. Die Website schläft.

Tags: "Kassensturz"-Beiträge

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