Auf den 17. Juni 2008 kündigt der “Kassensturz” einen Beitrag über brennende Autos an: Rund 2000 Mal pro Jahr stehen in der Schweiz Autos in Flammen. Damit das Fahrzeug nicht vollständig ausbrennt, muss der Brand rasch bekämpft werden. «Kassensturz» zeigt, was Feuerlöscher taugen und wie man sie anwendet. Soweit die Ankündigung.
Was erwarten wir als Zuschauer von einem solchen Beitrag? Sicher etwas zur Brandverhütung, dann etwas zum mitzuführenden Material und schliesslich Tipps für das Verhalten im Brandfall. Flammen aus dem Auto – eine Schreckensvision!
Das alles wurde im “Kassensturz”-Beitrag relativiert durch den Satz, wonach die Bekämpfung eines Auto-Vollbrandes Sache der Feuerwehr sei. Allenfalls könne der Automobilist in der Entstehungsphase eine Wirkung erzielen. – Hilfreich war die Anleitung für das Verhalten im Brandfall: rechts anhalten, Zündung ausschalten, Schlüssel stecken lassen. Dann Personen aus dem Fahrzeuginnern retten, die Feuerwehr alarmieren und dann erst mit Löschversuchen beginnen. Die Sicherung der Pannenstelle, bleibt nachzutragen, ist natürlich auch nicht zu vernachlässigen.
Bei den Produkten bot der Beitrag bedeutend weniger. Man erfuhr zwar, dass es Möglichkeiten wie jene von Mangia Fuoco gibt, den Feuerhemmer , der sich dann im Einsatz als zu schwach erwies. Die Handelszulassung solcher Feuerhemmer ist in der Schweiz allerdings noch pendent. Ein 1-kg-Pulverlöscher von Gloria war im Test ebenfalls dabei. – Aber eine echte Übersicht mit klaren Erkenntnissen für den Automobilisten wäre schon nützlich gewesen. Möglicherweise stand im Beitrag die Diskussion über die Versuchsanlage (Verwendung von Brandgel, usw.) zu sehr im Vordergrund, dieser Punkt dürfte das Publikum kaum interessiert haben.
Von Autobränden gibt es übrigens recht anschauliche und auch dramatische Bilder. Wer sich eine genauere Vorstellung davon machen möchte, kann das Onlinemagazin der Schweizer Feuerwehren konsultieren und dort einen handfesten Fall studieren. Clioland bietet ein Forum an.
Bei den Feuerlöschern gibt es natürlich ungezählte Produkte. Wir erwähnen mal Xar (s. Bild) der Firma Globas, die generell im Bereich Autosicherheit aktiv ist (Alkoholatemtester, usw.). Dieser Pulverlöscher verfügt über 2 kg Inhalt. “Kassensturz” testete – stellvertretend für alle dieser Klasse – das Produkt von Sicli, ebenfalls mit 2 kg Pulverlöscher. Dieser schnitt im Versuch am besten ab, innerhalb von 20 Sekunden war der Brand gelöscht.
Was soll der Autofahrer jetzt mitführen – er weiss es nicht. Feuerlöscher löschen (vielleicht), aber mit enormen Rückständen. Und Feuerhemmer sind auf dem Markt noch nicht freigegeben. Schade für den Beitrag!







1 Kommentar ↓
1 René Ehrenmann // Jun 16, 2008 at 13:43
Da bin ich mal gespannt, was der “Kassensturz” über die Autobrände berichtet. Hoffe nur, dass sie nicht irgendeinen Unsinn erzählen.
Im Fachmarkt gibt es kleinere Feuerlöscher für PW’s. Meist reicht der Inhalt nicht aus, um ein Auto zu löschen. Ausser man kann den Brand im Anfangsstadium bekämpfen.
Lastwagen führen immer einen oder sogar mehrere Feuerlöscher mit. Diese Feuerlöscher sind auch grösser, und mir sind mehrere Autobrände bekannt, die vor dem Eintreffen der Feuerwehr durch einen solchen Feuerlöscher gelöscht werden konnten. Man darf bei solchen Löschversuchen die eigene Sicherheit nicht vergessen. Lieber das Auto ausbrennen lassen, als sich selbst in Gefahr zu bringen.
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