Schweizer Fernsehen

K A S S E N S T U R Z B L O G

Für Frustopfer des “Kassensturz” und alle, die beim Konsumieren auch etwas denken

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“Modern Times”

20. August 2015 · Keine Kommentare

Seit der Uraufführung 1936 sehen wir ihn klar vor Augen, den von Charlie Chaplin gespielten Tramp, den armen Kerl, der vom industriellen Fliessband gejagt und gepeinigt wird. An zwei Schrauben hat er gleichzeitig zu drehen, und selbst seine Pausenverpflegung wird ihm von der Electro Steel Corporation taktweise eingestopft. Logisch, dass so ein Kerl im Irrenhaus landet. Eismaschine, Schallplatte, jede Bewegung braucht Apparate, und wer keinen Apparat besitzt, ist draussen. Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir haben ihr Journal nach Chaplins Film benannt: Les Temps modernes.

Achtzig Jahre später – hat sich da sehr viel geändert? Die Kommunikationsmaschinerie lässt sich im Jahrestakt Neues einfallen und wer keinen Apparat besitzt, bleibt ungehört. Allenfalls schrauben die alten Herren an ihren Hörgeräten, bis sie verzweifelt das Ding von den Ohren nehmen.

Die alten Herren der Altzofingia, angeregt von ihrem Freiburger Centralausschuss, befassen sich 2016 mit diesem Kommunikation genannten Ungetüm, das seltsam bekannte kafkaeske Züge trägt und doch nicht aus der Welt zu schaffen ist, sondern zu ihr gehört wie kaum etwas anderes. Wir zappeln im Netz, wir takten nach dem Smartphone. Und wer nicht mitzappeln und nicht mittakten will, bleibt draussen. Draussen, wo es so schön ruhig ist. Am Ufer des kleinen Sees, der sanfte Wellen wirft, sanftere jedenfalls, als es der mediengeschwängerte Aether vermag. Welch ein Paradies, mag man denken. Bis eine schreilustige Schulklasse, von ihrem Lehrer auf zügiges Zappeln und Takten getrimmt, das Ufer zum Fliessband macht und den Tramp von dannen jagt.

 

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Replica Uhren – der grosse Reiz der Fälschung

18. August 2015 · Keine Kommentare

Wenn ein Briefmarkensammler von Fälschungen hört, leuchten seine Augen auf. Das ist das Schönste, was der Philatelie passieren kann, und lässt die Originale langweilig erscheinen. Eine Briefmarke von der Republik Maluku Selatan, die es gar nicht gibt (die Republik)! Gefälschte Kriegspost, mit der man im Feindesland Propagandamaterial durch die dortige Post vertragen liess!

Klar, dass die Lust der Nachahmung auch das vielleicht schönste Accessoire des Menschen erfasst, seine Uhr. Replica Uhren sind ein Paradebeispiel dafür, wie man mit viel Geschick an die grossen Marken Rolex oder Breitling herankommt. Das ist ja gerade der Reiz solcher Stücke: ihr Heranpirschen an das teure Vorbild, ohne selber teuer zu werden. Der lateinische Ursprung von Replica, nämlich “replicare”, verrät schon sehr viel: Es geht um ein Erwidern, ein Zurückbiegen, aber auch ein Entfalten. Jede der heute verfügbaren Replica Uhren entfaltet ihre eigene Persönlichkeit.

Es geht ihnen wie den gefälschten Mumien in der ägyptischen Sammlung des Vatikans. Die Mumien sind englische Fälschungen, keine zweihundert Jahre alt, und doch so kunstvoll gefälscht, dass sich die Fachleute mit sehr viel Aufmerksamkeit mit ihnen befassen. Die Harzbehandlung ist jüngeren Datums, man hat Teile dieser Mumien mit neuem Harz künstlich gealtert. Schuld war kein Geringerer als Napoleon. Nach seinem Ägyptenfeldzug 1798 hat sich ein regelrechter Mumienrummel ergeben, der Fälschungen nötig machte.

Es ist nicht etwa so, dass die Träger von Replica Uhren die Nachahmung verheimlichen würden. Im Gegenteil: die Fälschung ist das eigentliche Thema, wenn sie voller Stolz von ihren Uhren sprechen. Profis vergleichen den Stand einzelner Fälschungen und wissen, welche die andere überrundet und weshalb. So wird aus dem Amateur ein Kenner, der seine Uhr deshalb liebt, weil er ihre heimlichen Spezialitäten so gut kennt.

Mit qualitativ lächerlichen Fake Uhren aus China oder der Türkei, die zum Schleuderpreis abgesetzt werden, haben die Replica Uhren der Könner nichts zu tun, sie sind kleine Kunstwerke an der Hand von geschmackbewussten Damen und Herren.

 

 

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Alphabet – neuer Dachkonzern über Google

11. August 2015 · Keine Kommentare

Google Inc. wird durch Alphabet Inc. Ersetzt. Der US-Internetriese erhält damit eine neue Unternehmensstruktur, für die eine neue Dachgesellschaft namens Alphabet gegründet wird.

Ihr werden der Google-Forschungsbereich X Lab, die Investment-Abteilung Google Ventures, der Gesundheits- und Wissenschaftsbereich sowie die Suchmachine Google unterstellt. Unter dem Dach von Alphabet können Geschäftsbereiche besser unabhängig voneinander geführt werden. Google ist in der Vergangenheit um eine Reihe von Tochterunternehmen gewachsen wie etwa das Medizinunternehmen Calico. Der Konzern verfolgt mittlerweile so unterschiedliche Projekte wie den Drohnen-Lieferdienst Wing, selbstfahrende Autos oder intelligente Kontaktlinsen für Diabetiker. Zugleich betreibt Google das Viedoportal Youtube und ist Anbieter des Smartphone-Betriebssystems Android.

Alle unterschiedlichen Unternehmensbereiche sollen nun eigene starke Chefs bekommen. Die Suchmaschine Google wird eine hundertprozentige Tochter von Alphabet, zu der unter anderem Android, Youtube, die Kartendienste und Google-Apps gehören werden.

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Pflegeberuf aufwerten – kostenneutral!

22. Mai 2015 · Keine Kommentare

Die Parlamentarische Initiative des Berner SVP-Nationalrates Rudolf Joder zielt auf eine Aufwertung des Pflegeberufes ab. Das KVG soll so abgeändert werden, dass die Leistungen der Pflege aufgeteilt werden nach eigenverantwortlichen und mitverantwortlichen Tätigkeiten. Bei den eigenverantwortlichen sind die Pflegenden allein zuständig, sie brauchen dafür keine ärztliche Verordnung mehr. Das wertet natürlich den Pflegeberuf auf – eine überfällige Änderung des Systems. Die Frage stellt sich hier, welche Kostenfolgen dies mit sich bringt.

Wird die Initiative, die bis 14. August 2015 in der Vernehmlassung steckt, umgesetzt, dann fallen laut Komitee viele Leerläufe und Doppelspurigkeiten weg. Vor allem muss kein Arzt mehr eine Verordnung ausstellen. Auch Joder weist darauf hin, dass dadurch der administrative Aufwand reduziert werden kann. Die Ärzte müssen auch weniger Leistungen abrechnen. Die Voraussetzung, dass die entsprechenden Pflegemassnahmen nötig sind, bleibt natürlich bestehen, und die Krankenkassen werden dies auch prüfen. An der Medienkonferenz des befürwortenden Komitees vom 22. Mai 2015 hat Bruno Pezzatti von der FDP der Erwartung Ausdruck gegeben, dass der Pflegebedarf pro Kopf nicht ansteigt, wenn die Pflegeleistungen von den Pflegenden abgerechnet werden. Es ergebe sich “ganz klar kein Freipass für eine Mengenausweitung”.

Das Befürworterkomitee “Pflege weg vom Hilfsberuf” ist überparteilich zusammengesetzt. Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK ist sehr erfreut über die Unterstützung  durch das Komitee. SBK-Geschäftsführerin Yvonne Ribi: „Im Komitee sind Politikerinnen und Politiker aus SVP, FDP, SP, CVP und Grüne vertreten. Sie zeigen mit ihrem Engagement, dass es höchste Zeit ist, dass typische Pflegeleistungen ohne Verordnung eines Arztes von den Krankenkassen übernommen werden. Denn de facto sind wir bis heute ein Hilfsberuf der Ärzteschaft. Um es mit Yvonne Gilli zu sagen: Es ist Zeit, dass dieser alte Zopf abgeschnitten wird.“

 

www.initiative11418.ch

www.sbk-asi.ch

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Ein Profi für Millionen schlauer Karten

14. April 2014 · Keine Kommentare

Abt Plastikkarten in Gaienhofen (D)  ist eine Unternehmen, das seinen Ruf der Kompetenz in allen Fragen der Kartenherstellung verdankt. Viele Benützer haben fast ein regelrechtes “Kartenset” im Geldbeutel, um zahlen zu können, sich als Mitglied auszuweisen, einen Bonus zu erlangen, zum VIP-Kreis zu gehören oder einfach im Sportstudio zu schwitzen. Die Anwendungsmöglichkeiten der Plastikkarte sind grenzenlos. Bei der Abt Plastikkarten GmbH in Gaienhofen (D) aber dominieren ganz klar die Kundenkarten.

Das Unternehmen empfiehlt ein einfaches Konzept, damit alle Abläufe gut zu überblicken sind. Bewährt haben sich Kundenkarten mit einem klaren Bonus-System. Kunden werden nächstes Mal honoriert und schätzen das natürlich. Das schafft Kundenbindung. Kundenbeziehung dank einem Stück Plastik – tatsächlich! Nicht nur grosse Unternehmen, auch mittelgrosse und vor allem Verbände haben die Chancen der Plastikkarte längst erkannt. Sie tun gut daran, sich den Einsatz solcher Karten gut zu überlegen und sich die Beratung durch Abt Plastikkarten zu holen. Ein Projekt entwickelt sich durch Austausch mit hilfreichen Partnern.

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Bonro.de: wenn die Kasse nicht nur klingelt, sondern auch druckt

11. Februar 2014 · Keine Kommentare

Es rollt! Bis 12 Uhr bestellen, innerhalb von 24 Stunden da! Diese Regel hat sich die Firma Bonro auf die Fahne geschrieben, und diese Fahne flattert in Schleswig-Holstein. Dort hat sich Bonro als Discounter auf Kassenrollen und ähnliche Produkte – auch Maschinen! – spezialisiert. Deshalb weiss die Firma, dass viele Kunden im letzten Moment bestellen und dafür nicht bestraft werden möchten.  Kassenrollen von bonro.de: Bonro liefert rasch – und innerhalb der Bundesrepublik versandkostenfrei. Was Lieferungen in Nachbarländer kosten, kann man auf der Website bequem herauslesen.

Der Kunde registriert sich am besten auf der Website. So kann er sich nächstes Mal das Eintragen seiner Adresse usw. sparen. Ein Klick und er bestellt. Er wählt den Rollentyp, die Papierbreite, die Abrolllänge.

Wenn im Drucker nicht bereits eine zusätzliche Journalrolle mitläuft, setzt man am besten zweilagige Kassenrollen ein. Es gibt Kassenrollen mit Durchschlag weiss-weiss oder weiss-gelb, dies mit einer Breite von 57 oder 76 Millimetern und einer Lauflänge von 25 Metern. Wie immer handelt es sich um Qualitätsrollen, sie werden in Deutschland hergestellt.

Die Feedbacks sind sehr gut, das lässt sich über längere Zeit hinaus messen. Bonro sammelt dabei nicht nur Noten, sondern auch Rückmeldungen in Worten. Bonro hört also gut hin und weiss auch warum. Das Unternehmen in Bargenstedt lebt von der Zufriedenheit der Kunden. Wenn ein Kunde Fragen hat, wird er sie über die Hotline sofort los.

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Keine Plastikkügelchen in Zahnpasten von Curaden

26. Januar 2014 · Keine Kommentare

Schon die Sendung „plusminus“ im Ersten des deutschen Fernsehens hatte über Plastikkügelchen in Zahnpasten und Kosmetikprodukten berichtet. Jetzt schwang sich auch der „Kassensturz“ auf das Thema. Nivea kündigte darauf an, die betroffenen Produkte zu überarbeiten. Anders bei der Krienser Firma Curaden, bei der die Situation schon längst klar ist: «Unsere Zahnpasten Enzycal und die Produkte der Linie Vital Body & Mind enthalten keine solche Plastikkügelchen», erklärt Dr. Matthias Mütsch dazu, der Leiter Forschung & Entwicklung der Curaden International AG in Kriens. Vgl. Bericht über Enzycal und andere Curaden-Produkte. Kriens.

 

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Schoggi, aber feine! Zähne putzen, aber richtig!

18. Dezember 2013 · 2 Kommentare

Es nähert sich das Weihnachtsfest und alle freuen sich auf herrliche Schoggi. Feine Schoggi muss es sein, und fein muss sie sein, und endlos und reichlich! Aber im Hintergrund winkt der Mahnfinger der Mutter: Vergiss die Zähne nicht. Viel Schoggi – aber genug und wirklich feine! Dann fleissig Zähneputzen – aber richtig!

So denken wir nicht nur an schöne Kerzen, köstliche Süssigkeiten und Geschenke. Sondern auch an geeignete Zahnbürsten und das „Schmiermittel“ darauf. Der Profi weiss darüber Bescheid, und der Profi sitzt in Kriens. Hier hat seit 1972 die Curaden International AG ihren Sitz, die mit durchdachten Curaprox-Produkten die zähneputzende Welt ausrüstet. Hier bekommt man kompetenten Rat.

Sanft und im richtigen Winkel.

Die Zahnbürste soll nicht „abrasiv“ einwirken, denn Verschleiss ist im Gebiss nicht gefragt. Unrat wie beispielsweise Plaque soll weg, aber schonend. Deshalb ist Druck das Falsche. Und deshalb trifft die Zahnbürste CS 5460 ultra soft mit ihren feinen und dichtgefügten Filamenten zu Recht sanft auf die Zähne. Der Achtkantgriff ermöglicht es, den Borstenkopf im 45-Grad-Winkel anzusetzen, was ja von Zahnärzten sehr empfohlen wird. Und von der Zahnmedizin her wurde die Firma von Anfang an angeregt.

Gründliches, aber sanftes Putzen erleichtert das Gewissen, das seit dem Schoggigenuss etwas lädiert ist. Dazu die Farben: Roter Griff mit gelbem Borstenkopf? Oder ein Griff im modischen Lila und die Borsten im frechen Petrolblau? Es warten 36 Farben!

Wirkungsvolle Zahnpasta

Putzen soll Freude machen. Und frisch schmecken! Also Tubendeckel aufgeschraubt und Folie abgezogen. Und schon geniesst man am Zahnfleisch die Weichheit der Bürste. Dazu den Geschmack der schneeweissen Pasta, die irgendwie das Gefühl von Sportlichkeit vermittelt. Schoggi-Essen, das ist was fürs Gemüt. Zähneputzen mit Curaprox enzycal auf der Bürste, das ist was für die Fitness. Endlich eine Pasta, die auf das schaumige Sodium Lauryl Sulfat (SLS) verzichtet, mit dem andere den garstigen Garageboden fegen. Dafür sind Enzyme drin, die den Speichelschutz verstärken und recalcifizieren. Mild im Geschmack, aber wirkungsvoll gegen Zahnbelag und Zahnstein. So bleibt die Mundhöhle gesund und sie wird durch die Herrlichkeiten, die im Advent auf uns warten, nie geschädigt. 

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“Hardwald-Bier” als neue Dachmarke

16. Dezember 2013 · Keine Kommentare

Die Brauerei Hardwald AG, die 2011 mit dem Glattgold das „erste Bier aus dem Glattal“ lancierte, vereinheitlicht den Markenauftritt  und tritt mit einem neuen selbstbewussten Branding „Hardwald-Bier“ auf.

Das helle Bier der Brauerei Hardwald wurde 2011 erfolgreich als „Glattgold“ im Markt eingeführt. Nun ist laut Mitteilung der Brauerei Hardwald AG in Wallisellen der formale Produkt-Launch des Hardwald-Bier Dunkel erfolgt.

Die Brauerei Hardwald AG setzt neu auf eine Dachmarkenstrategie und fasst die zentralen Elemente aus der bestehenden Produktkommunikation zusammen. Ab sofort werden sämtliche Biersorten unter der Marke „Hardwald-Bier“ auftreten. und wird nun in die Dachmarke eingebettet. Zusammen mit dem im Herbst dieses Jahres erstmals gebrauten „Dunkel“ lässt sich erkennen, wie fein-herb der naturtrübe und geschmackvolle Gerstensaft aus dem Glattal neu im Markt auftritt. Die natur- und gesellschaftliche Verbundenheit sind in der neuen Etikettengestaltung des Hardwald-Biers vollumfänglich umgesetzt worden. Die Züricher Kommunikationsagentur ergo communication asw gmbh mit Claude Hitz (Creativ Director) und Sarah Daerendinger (Art Director) haben in enger Zusammenarbeit mit Urs Kirchgessner (Strategie und Beratung) einmal mehr ihre Erfahrungen im Food & Beveragebereich einbringen können. Sie sind für die Brandingstrategie, die formale Gestaltung und die Umsetzungen verantwortlich.

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Behinderten-Show – völlig daneben!

14. Dezember 2013 · Keine Kommentare

 

Was im Advent 2013 im Schaufenster von Modissa an der Zürcher Bahnhofstrasse zu sehen ist, sorgt für einiges Kopfschütteln. Da bemühen sich aufgeschlossene Menschen, in Behinderten nicht vor allem die Behinderung, sondern den Menschen zu sehen. Und da kommt Pro Infirmis und produziert Schaufensterpuppen, die diesen Menschen auf die Behinderung reduzieren.

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